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Axel Montanus legt erfolgreich die Prüfung zum 4. Dan ab

Axel Montanus, der seit 1988 Mitglied im 1. Viernheimer Karate Dojo e.V. ist, setze sich zum Ziel beim Gasshuku in Tamm vom 29.07.-02.08.2019 (Lehrgang außerhalb des eigenen Sportzentrums), die Prüfung zum 4. Dan abzulegen.
Nach Monaten der intensiven Vorbereitung mit Trainern und Trainingspartnern hieß es nun alles Gelernte abzurufen, um unter den kritischen Augen des Chief Instructor Hideo Ochi (9. Dan) bestehen zu können.
Axel, der in Heppenheim als Physiotherapeut eine eigene Praxis leitet, lieferte die erwartete Leistung professionell ab und konnte im Anschluss der Prüfung die Glückwünsche von Hideo Ochi entgegennehmen.
Damit ist er nun der dritte Träger des 4. Dans im Viernheimer Dojo, welches sich genauso freut über den Erfolg, wie Axel selbst. Denn hier fand er die Unterstützung, den Zuspruch und die sportliche Kompetenz, die man für solch ein großes Vorhaben braucht, um es erfolgreich bewältigen zu können.


 

Interview mit Axel Montanus

Wann hast Du Dein erstes Karatetraining in Deinem Leben absolviert?
Das war 1982 in Usingen mit 20 Jahren
Was bedeutet Karate für Dich?
Für mich ist Karate immer schon mehr als ein Sport. Ich sehe Karate als eine Kampfkunst, welche die persönliche Weiterentwicklung unterstützt und fördert. Durch regelmäßiges Training (praktizieren) von körperlichen & geistigen Übungen wird der Körper auf den Alltag mit seinen vielfältigen Variationen vorbereitet.
Der Begründer des modernen Karates unserer Stilrichtung, Gichin Funakoshi (1867 - 1957) hat bereits 20 Paragrafen des Karate Do verfasst. Leitsätze (ein Auszug) wie... - Respektvoller Umgang - es gibt kein Zuvorkommen (keinen 1. Angriff) - Karate findet nicht nur im Dojo statt - Ausbildung des Karate ein Leben lang -hart & weich, Spannung & Entspannung, langsam & schnell, alles in Verbindung mit der Atmung sind von Bedeutung. All das ist für mich ein Synonym für den Sport Karate.
Als praktizierender Physiotherapeut siehst Du sicherlich auch die gesundheitlichen Aspekte an diesem Sport.
Karate hat einen sehr hohen Gesundheitswert. Hier werden alle Grundfähigkeiten des gesunden Trainings wie Kraft, Schnelligkeit, Ausdauer, Koordination und Flexibilität geschult. Außerdem nimmt das mentale Training einen besonderen Stellenwert im Karate Do (dem Weg des Karate) ein.
Wenn man an unseren gewöhnlichen Alltag denkt, in wie fern kann Karate hier ein Nutzen sein?
In den Dojo kun (Dojo-Regeln) finden wir die Vollendung der Persönlichkeit, den Weg der Wahrhaftigkeit, den bemühten Geist, den respektvollen Umgang sowie die Vorsicht vor unbesonnenem Mut. Dies sind Eigenschaften, die es immer wieder gilt, in den verschiedensten Lebenssituationen einzusetzen und für sich den richtigen Umgang mit seinem Gegenüber zu finden.
Ist Karate ein Einzelsport?
Ganz im Gegenteil. Natürlich trainiert man für sich und steht allein mit seinem Körper und seinem Bewusstsein auf der Tatami (Kampfmatte), aber kein Karateka diese Welt könnte diese Kampfkunst ausüben, wenn er keinen Gegner vor sich finden würde, wenn er keinen Meister neben sich hätte und seine Sportfamilie nicht um sich hätte. Das alles macht auch diesen Sport zu einem Teamsport.
Ganz besonders möchte ich an dieser Stelle 'meinem Team' von Herzen danken. Denn ohne diese Menschen um mich herum, die mich bisher all die Jahre auf meinem Weg begleitet haben und insbesondre in den letzten Monaten mit mir gearbeitet haben, wäre dieses Vorhaben nicht möglich gewesen.

Neben Axel Montanus ist der Verein in der glücklichen Lage, viele weitere Dan-Träger nennen zu können. Die Mitgliederliste verzeichnet 2x den 6. Dan, 2x 5. Dan, 3x den 4. Dan, 2x den 3. Dan, 4x den 2.Dan und 4x den 1. Dan.
Für einen Verein mit ca. 100 Mitglieder ist das ein beachtlicher Anteil von Dan- Trägern. Hieraus kann man die Qualität des Dojos ersehen, welche mit viel Eifer, Kompetenz und auch Liebe an diesem Sport an den Nachwuchs weitergegeben wird.